Weblands News
Wernazuma
Meine Familie
Humor
Kurioses
Karte von Centralien
Matzanien
Links
Downloads
Gästebuch
 

       

Kurioses

 

Um der Wahrheit die Ehre zu geben, weiß ich noch gar nicht so richtig, was alles auf diese Seite kommen soll. Für den Moment belasse ich es dabei, eine Rubrik mit dem Titel: "Was ich mich/ihr euch schon immer gefragt habe/habt" ins Leben zu rufen und mit einem Beispiel zu füllen. Wenn ihr eine Antwort auf diese Frage habt oder eine eigene Frage euch plagt, dann schreibt es mir bitte.

 

 

Was ich mich (ihr euch) schon immer gefragt habe (habt).

 
 


Ist das französische Kinderlied Frère Jacques ein Revolutionslied?

Alles, was ich bisher herausfinden konnte (Internet-Suche) war, dass der Text, so weit bekannt, erstmals 1811 erschien, Text und Melodie zusammen erst in den 1860er Jahren. Anscheinend wird vermutet, es könne auf ein Lied "Frà Giacobbe" aus dem 17. Jahrhundert zurückgehen. Bruder Jakob würde demnach ein Mönch sein, der verschlafen hat und auf das Läuten der "Matine", der Glocken zur Morgenmesse, hingewiesen wird.
 Andererseits konnte ich mehr als ein Beispiel finden, dass linke Revolutionslieder (einem aus Amerika, 20er Jahre des 20. Jahrhunderts, einem aus China) sich der Melodie von Frère Jacques bedienten. und auch mir scheint die appellative Kraft des Liedes mit seiner Dynamik ausgezeichnet für ein Kampflied geeignet. Oder als Schmählied, wie diverse Schlachtgesänge von Fußballfans belegen (Hannes Kartnig, Hannes Kartnig, hörst du nicht? Hörst du nicht? Hörst du nicht den Meister? Hörst du nicht den Meister? G-A-K, G-A-K!). 
Daher behaupte ich weiterhin - solange mir niemand etwas Überzeugendes dagegenhält -,  dass Frère Jacques zwar möglicherweise ursprünglich auf ein Lied zurückführbar ist, wo ein Mönch zum Morgengebet gerufen wird, jedoch in der bekannten Form, mit der dynamischen Melodie ein Produkt der französischen Revolution oder der Zeit bald danach ist, wie es auch der Zeitpunkt der ersten bekannten Veröffentlichung durchaus möglich scheinen lässt. 

 

 
     

[nach oben]

 

 


 

 

 

 

 

 

 © Werner Stangl 2004